Willkommen auf der offiziellen Seite der Deutschen Sattelschweine

Das Sattelschwein ist eine alte Schweinerasse, die insbesondere im Norden und Osten Deutschlands beheimatet war. Ihren Namen verdankt sie ihrer besonderen Zeichnung, dem „weißen Sattel“. Als ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Tendenz zu einer fettärmeren Ernährung ging, verlor das Sattelschwein wirtschaftlich an Bedeutung, sodass es Anfang der 80er Jahre nur noch wenige Tiere dieser sehr robusten, fruchtbaren und sehr genügsamen Rasse gab. Engagierten Züchtern ist es zu verdanken, dass der Bestand jetzt wieder leicht angestiegen ist.

Infolge artgerechter Haltung und Fütterung und einem verhaltenen Wachstum der Sattelschweine entwickelt sich ein Fleisch von bester Qualität.

Durch das typische Aroma, in Verbindung mit traditioneller Verarbeitung entstehen kulinarische Spezialitäten für den außergewöhnlichen Geschmack, die in Hofläden, ausgewählten Gaststätten und auf Märkten immer mehr Liebhaber finden.

Auf dieser Internetseite finden sie Informationen rund um´s Deutsche Sattelschwein sowie zu den Sattelschweinzüchtern des HSZV.

Aktuelles

Nachricht aus dem Newsletter der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
22.07.2018

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

der Einsatz gefährdeter einheimischer Nutztierrassen wird ab dem 1. Januar 2021 für Ökobetriebe interessanter. Ab dann gilt die neue EU-Ökolandbau-Verordnung, die vor wenigen Wochen in Kraft getreten ist. Neu ist u. a., dass die „Förderung der Haltung seltener und einheimischer Rassen, die vom Aussterben bedroht sind“ (Artikel 4 Buchstabe g) in die Ziele des Ökolandbaus aufgenommen wurde.

Dieses Ziel wird u. a. durch eine Flexibilisierung beim Zukauf von „nichtökologischen aufgezogenen“ Tieren umgesetzt. Laut Anhang II Teil II Nummer 1.3.4.1 „können nichtökologisch/nichtbiologisch aufgezogene Tiere zu Zuchtzwecken in eine ökologische/biologische Produktionseinheit eingestellt werden, wenn Rassen im Sinne von Artikel 28 Absatz 10 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 und von auf ihrer Grundlage angenommenen Rechtsakten gefährdet sind, der landwirtschaftlichen Nutzung verloren zu gehen.“

Diese Flexibilisierung macht zukünftig gefährdete einheimische Rassen für Ökobetriebe interessanter und bietet Ökobetrieben mehr Spielraum als bisher. Auch „nichtökologische“ Zuchtbetriebe gefährdeter einheimischer Rassen könnten durch eine steigende Nachfrage nach Tieren profitieren.

Eine vollständige Auflistung von Rassen, die in Deutschland im Sinne von Artikel 28 Absatz 10 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 gefährdet sind, finden Sie in unserer Broschüre „Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017“ unter dem Link https://www.genres.de/fachportale/nutztiere/rote-liste-nutztierrassen/.

Dass der Ökolandbau ein zunehmend interessanter Markt auch für die Tierzucht ist, zeigt das erneut kräftige Wachstum dieses Sektors um 9,7 % der Fläche bzw. 8,3 % der Anzahl der Betriebe im Jahr 2017 (Zur Pressemitteilung).

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Information an Interessierte weiterleiten. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag Sebastian Winkel

321 - Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV)

Information and Coordination Centre for Biological Diversity (IBV)

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Federal Office for Agriculture and Food (BLE)

 

Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn

Telefon: +49 (0)228 6845-3694

Fax: +49 (0)228 6845-3105

E-Mail: sebastian.winkel@ble.de

Internet: www.ble.de



13. Sattelschweinzüchtertreffen in Ruhlsdorf
04.06.2018

Im Jahr 2006 fand sich zur ersten Mal ein kleiner Kreis von Sattelschweinzüchtern in der Leistungsprüfstation in Ruhlsdorf zusammen, damals alle noch aus dem Land Brandenburg, um sich über den Stand von Zucht und Haltung auszutauschen. An historischer Stätte, hier in Ruhlsdorf, trafen sich am 25.5. 2018 die Mitglieder des HSZV N/O die sich der Haltung von Sattelschweinen verschrieben haben zu ihrer nunmehr 13. Zusammenkunft. Inzwischen gibt es Mitglieder aus 10 Bundesländern. Die Zahl eingetragener HB-Tiere ist um das Sechsfache gestiegen. Weitere Informationen zum derzeitigen Stand der Sattelschweinzucht beim HSZV lesen Sie hier Sattelschweinzucht beim HSZV.

Rainer Stahmer berichtete über die Arbeit des Fördervereins Angler Sattelschweine in Schleswig-Holstein. Dort werden 80 HB-Sauen und 25 HB-Eber gehalten.

Frau Schuster, GF des HSZV N/O, informierte über Bemühungen eine Kryokonserve aus Sperma von Sattelschweinebern anzulegen. Zur Afrikanischen Schweinepest wurde die Verordnung um einen Passus erweitert, der es den Veterinärämtern ggf. ermöglicht, Erhaltungszuchten in der Pufferzone von Keulungen auszuschließen. Dies ist aber nur möglich, wenn sich die Betriebe vorher bei den Veterinärbehörden gemeldet haben und die geforderten Hygienebedingungen erfüllen können. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings immer beim Veterinäramt. Kryokonservierung und ASP

Müller vom LFULE in Sachsen sprach zur Problematik der Inzuchtvermeidung und stellte mit dem ZWISSS-Programm Möglichkeiten der Ermittlung des Inzuchtkoeffizienten bei simulierten Anpaarungen vor.

Frau Dohlsdorf vom LVAT Ruhlsdorf berichtete über ihre Erfahrungen mit selbstgemischten Futterrationen aus hofeigenen Produkten. Erfahrungen in der Biofütterung mit selbstgemischten Rationen

Kulinarisch versorgt wurden wir von der Fleischerei Balk aus Rangsdorf die mit belegten Brötchen und einer deftigen Gulaschsuppe den Hunger der angereisten Gäste stillte.

Am Nachmittag führte Dr. Paulke, Leiter der Brandenburger Leistungsprüfanstalt, im Schlachthaus eine Zerlegung von Schweinehälften vor. Er erklärte die Verfahren zur Messung u.a. des Magerfleischanteils und der Fleischfläche und wies auf Marmorierung, Safthaltevermögen und Fettauflage als Qualitätsmerkmale hin.

Anschließend gab es Kaffee und Kuchen bevor sich die Besucher auf machten um den nach Biorichtlinien errichteten Versuchsstall zu besichtigen. Hier erfolgte auch der im Vormittag beschriebene Fütterungsversuch mit hofeigenen Mischungen. Die Schweine werden im Stall mit Auslauf und einer an das Nürtinger System angelehnte Stalleinrichtung gehalten. Es kam unter den Besuchern zu angeregtem Erfahrungsaustausch sowohl über die Haltung der Tiere als auch über die Fütterung.
Der eine oder anderen hat bestimmt neue Anregungen für seine Tierhaltung mit nach Hause genommen.
Abschließend bestand noch die Möglichkeit dem Ruhlsdorfer Schweinemuseum, in den die Historie und Entwicklung der Schweinezucht und -haltung sehr anschaulich dargestellt ist, einen Besuch abzustatten.

Insgesamt war es wieder eine gut besuchte, anregende und sehr gelungene Veranstaltung.
Wir bedanken uns beim LVAT Ruhlsdorf für die gute Organisation und Unterstützung.

13. Sattelschweinzüchtertreffen in Ruhlsdorf
13. Sattelschweinzüchtertreffen in Ruhlsdorf



Besamungsstation Lübzow schließt zum 31.5.2018
03.06.2018

Mit der Schließung der Besamungsstation Lübzow scheidet auch der Besamungseber Frieder aus. Gegenwärtig steht nur in der Station Neustadt/Aisch der Eber Pegasus für den KB-Einsatz zur Verfügung. Die Einstellung eines weiteren Ebers in der Station Neustadt ist in Vorbereitung.



BraLa Nachlese
03.06.2018

Sowohl die munteren Zuchtläufer vom Gut Müggenbusch als auch der Verkaufsstand mit Sattelschweinprodukten der Familie Hess boten den Besuchern der BraLa eine würdige Darstellung unserer Sattelschweinzucht und dem was man daraus machen kann. Es gab viele interessierte Nachfragen und vielleicht demnächst auch den einen oder anderen neuen Sattelschweinhalter oder Käufer von Produkten.

BraLa Nachlese
BraLa Nachlese



BraLa
13.04.2018

Es ist wieder soweit, vom 10.05. bis 13.05.2018 treffen sich die Landwirte und landwirtschaftlich Interessierten auf der 28. BraLa in Paaren/Glien. In diesem Jahr sind die Sattelschweinzüchter des HSZV mit einer Jungsauenkollektion vom Gut Müggenbusch vertreten. Nach der Ausstellung werden die Tiere bei zwei unserer Züchter weiter in der Zucht wirksam werden. Wie bereits in den vergangenen Jahren sind wir bemüht den Besuchern Köstlichkeiten, unter anderem auch vom Sattelschwein, zur Verkostung anzubieten. Außerdem wird der Landhof Hess in seinem Verkaufswagen vor dem Schweinezelt Produkte vom Sattelschwein verkaufen.
Mit einer Sau mit Ferkeln hat es leider in diesem Jahr wieder nicht geklappt, aber die Sattelschweine zeigen auch so ihre Präsenz auf der Ausstellung und vielleicht finden sich unter den Besuchern ja neue Interessenten, die sich zur Haltung und Zucht dieser vom Aussterben bedrohten Rasse entscheiden.
Besuchen Sie uns im Schweinezelt des HSZV und informieren sich zu Fragen der Schweinezucht.



Neujahresgrüße
26.12.2017

NeujahresgrüßeAllen ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr



Besamungseber Hannes ausgeschieden !!!
18.09.2017

Mit sofortiger Wirkung ist Sperma vom Besamungseber Hannes aus der Station Legde nicht mehr verfügbar. Somit gibt es nur noch die Besamungseber Frieder in der Station Legde und Pegasus beim BVN in Neustadt.



MELA 2017
05.08.2017

MELA 2017Vom 14. bis 17.09.2017 findet in Mühlengeez wieder die Mecklenburger Landwirtschaftsausstellung MELA statt. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden im Zelt des HSZV wieder Schweine der verschiedenen Rassen, natürlich auch Sattelschweine, zu sehen sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und beantworten gerne Ihre Fragen. Es werden u.a. zwei schöne deckfähige Jungsauen aus dem Biobetrieb Barabas ausgestellt. Diese Tiere stehen zum Verkauf und können am Ende der Ausstellung nach vorheriger Absprache abgeholt werden. Nähere Informationen unter Vermarktung - Tierhandel - Jungsauen.



Züchtertreffen 2017
04.08.2017

Zu unserem diesjährigen Züchtertreffen waren wir in die schöne Ruppiner Schweiz, auf die Braunsberger Höfe eingeladen. Am 6. Mai reisten wieder viele Sattelschweinliebhaber aus nah und fern an, um sich in angenehmer Atmosphäre bei interessanten Gesprächen und dem Genuss von vielen kulinarischen Köstlichkeiten über den Stand der Sattelschweinzucht auszutauschen. Nach einer kleinen Stärkung mit Kaffee und einem Imbiss stellte uns Familie Haegele ihren vielseitigen Hof vor. Neben der Haltung verschiedener vom Aussterben bedrohter Tiere, gibt es schöne Ferienwohnungen, die sehr nachgefragt werden, einen Holzbackofen, in dem in der Saison wöchentlich Kuchen und Brot gebacken werden, einen Hofladen in dem die Produkte aus eigener Herstellung angeboten werden und ein interessantes Konzept um den Feriengästen das ländliche Leben nahe zu bringen. Es boten sich also bereits hier viele Ansatzpunkte zum Gedanken und Erfahrungsaustausch. Im Anschluss daran wurden in einer erweiterten Vorstellungsrunde der Teilnehmer über eigene Erfahrungen in der Zucht und Vermarktung von Sattelschweinen diskutiert.

Nach einem leckeren Mittag setzten wir die Veranstaltung mit Berichten aus den Zuchtgebieten sowie Informationen zur Fütterung extensiv gehaltener Rassen fort.

Artikel aus der Bauernzeitung

Sattelschweinzucht beim HSZV

Ein großes "Danke schön" an die Familie Haegele für die hervorragende Vorbereitung und Ausgestaltung des Treffens.

Züchtertreffen 2017
Züchtertreffen 2017
Züchtertreffen 2017
Züchtertreffen 2017



MELA 2016
04.08.2017

Wieder war die Sattelschweinsau mit ihrer munteren Ferkelschar von der Familie Neurath aus Darze der Publikumsmagnet im Zelt des HSZV und auch bei der Kinder-MELA. Erstmals stellte Familie Neurath auch zwei Jungeber der P-Linie vor. Ebenfalls zur wiederholten Male waren Jungsauen der Gebrüder Barabas im Zelt zu betrachten. Beide Züchter wurden für ihr langjähriges Engagement mit der Tierzuchtmedaille in Gold ausgezeichnet.

MELA 2016
MELA 2016
MELA 2016


MELA 2016



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