Willkommen auf der offiziellen Seite der Deutschen Sattelschweine

Das Sattelschwein ist eine alte Schweinerasse, die insbesondere im Norden und Osten Deutschlands beheimatet war. Ihren Namen verdankt sie ihrer besonderen Zeichnung, dem „weißen Sattel“. Als ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Tendenz zu einer fettärmeren Ernährung ging, verlor das Sattelschwein wirtschaftlich an Bedeutung, sodass es Anfang der 80er Jahre nur noch wenige Tiere dieser sehr robusten, fruchtbaren und sehr genügsamen Rasse gab. Engagierten Züchtern ist es zu verdanken, dass der Bestand jetzt wieder leicht angestiegen ist.

Infolge artgerechter Haltung und Fütterung und einem verhaltenen Wachstum der Sattelschweine entwickelt sich ein Fleisch von bester Qualität.

Durch das typische Aroma, in Verbindung mit traditioneller Verarbeitung entstehen kulinarische Spezialitäten für den außergewöhnlichen Geschmack, die in Hofläden, ausgewählten Gaststätten und auf Märkten immer mehr Liebhaber finden.

Auf dieser Internetseite finden sie Informationen rund ums Deutsche Sattelschwein sowie zu den Sattelschweinzüchtern des HSZV.

Aktuelles

Sattelschweine in Ruhlsdorf leistungsprüfen lassen
04.04.2025

Am Standort Ruhlsdorf der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung besteht jederzeit auch für Sattelschweinzüchter die Möglichkeit, Ferkel leistungsprüfen zu lassen und so objektive Angaben zu den Mast- und Schlachtleistungen der Tiere zu erhalten.

Zur Prüfung angemeldet werden können frisch abgesetzte Ferkel, aber auch Tiere, die bereits einige Zeit abgesetzt sind. In jedem Fall sollten die Tiere die 20 kg Lebendgewicht noch nicht erreicht haben. Die Anmeldung sollte idealerweise ca. 4 Wochen vor dem geplanten Abgabetermin erfolgen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Wurf dem Zuchtverband gemeldet wurde; praktisch können bei Interesse die Wurfmeldung und die Anmeldung zur Leistungsprüfung zeitgleich erfolgen. Der Transport der Tiere wird in der Regel von der Prüfanstalt organissiert; in Absprache ist aber auch Selbstanlieferung möglich. DIe Abrechnung der angelieferten Tiere erfolgtz nach VEZG-Notierung (einsehbar auf der Homepage der ISN).

Interessenten setzten sich bitte mit Sabine König unter 0162 - 15 29 411 oder koenig@german-genetic.de in Verbindung.



Erolgreiche Jungtieraufzucht
19.12.2024

Im Sinne des größtmöglichen Erstbelegungerfolges eines weiblichen Zuchtläufers bei etwa 240 bis 260 Lebenstagen und einer Lebendmasse von 140 bis 160 kg sollte schon die Jungtieraufzucht darauf ausgerichtet sein, folgende Parameter bei der Beurteilung der äußeren Erscheinung (Körung) zu erfüllen:

  • 180 - 220 Lebenstage
  • 80 - 120 kg Lebendmasseg Zunahme 

Diese Zielgrößen entsprechen einer anzustrebenden Lebenstagszunahme von 550 - 650 g bzw. etwa 690 - 880 g Zunahme/Tier + Tag ab 28 kg Lebendmasse.

Um die Zuwachsentwicklung in der Aufzuchtphase regelmäßig kontrollieren zu können, finden sich hier Zuwachskurven Zuchttiere die detaillierten Gewichtsentwicklungen für den eher extensiven und den "normalen" Aufzuchtverlauf. Diese Darstellungen können bei Bedarf individualisiert, d.h. mit dem tatsächlichen Geburtsdatum und den sich daraus ergebenden Kontrolldaten zur Verfügung gestellt werden.

Jeweils in den beiden unteren Zeilen der beiden Tabellen finden sich zudem die Anforderungen für die Energie- und Proteinversorgung an das Futter differenziert für die Aufzuchtphasen ausgedrückt in Megajoule umsetzbare Energie bzw. g je kg Futter mit 88 % Trockenmasse. Besondere Bedeutung kommt dabei der Protein- bzw. Aminosäureversorgung während der Wachstumsphase zu, da ein überproportionaler Teil des Muskelwachstums in der Jungtierphase erfolgt, der das Bereitsstellen der entsprechenden "Bausteine" (Proteine) zwingend erforderlich macht. Die unzureichende Versorgung mit Proteinen bzw. Aminosäuren in der Aufzuchtphase wird eine Kette von unerwünschten Effekten nach sich ziehen, als da wären: unzureichende Gewichtsentwicklung, vorzeitige Verfettung, verminderter Erstbelegungserfolg und vermehrte Schwergeburten.

In der Praxis lassen sich die beschriebenen Ansprüche am einfachsten durch den Einsatz eines Fertigfutters erfüllen, dessen Inhaltsstoffe dem Sackanhänger/der Deklaration entnommen werden können (die Ausweisung erfolgt hier ebenfalls zur Basis 88 % Trockenmasse). Wenn Eigen-/Hofmischungen zum Einsatz kommen, ist eine Ergänzung der vorhandenen Komponenten wie Getreide, Kartoffeln oder Rüben mit einer eiweißreichen Komponente unumgänglich. In Betrcht kommen hier Soja- oder Rapsschrot, oder auch Ackerbohnen, Lupinen oder Erbsen als Wirtschaftsfuttermittel. Beim Einsatz letztgenannter Komponenten sollten bestimmte Höchstgehalte allerdings nicht überschritten werden, da sie zum Teil antinutritive Inhaltsstoffe und/oder negative geschmackliche Effekte haben und so die Futteraufnahme und die Futterverwertung ungünstig beeinflussen können. Als proteinreiche Zukaufkomponenten kommen z.B. Kartoffeleiweiß, getrocknete Milchprodukte, Bierhefe oder Fischmehl in Betracht.

Die notwendige Einsatzmenge kann nicht generalisisert werden, da sie zum einen - wie aus den Tabellen hervorgeht - im VErlaufe der Aufzucht variiert und zum anderen insbesondere beim Einsatz von Feuchtkomponenten (gedämpfte Kartoffeln, div. Gemüse etc.) auf die vorhandenen Komponenten und Mengen abgestimmt werden muss. Im Einzelfall empfiehlt sich die Rücksprache mit einem/einer Futterberater/in.



Achtung: geänderte Anschrift und e-mail-Adressen
22.11.2024

Im Zuge von Fusion und Zusammenführung des HSZV mit des Schweinezuchtverbands Baden-Württemberg ändert sich die Anschrift des Büros Malchin wie folgt:

German Genetic/Schweinezuchtverband B.W.

Regionalbüro Nord/Ost

Basedower Straße 86

17139 Malchin

 

E-Mail-Adressen der Mitarbeiter/innen des Regionalbüro Nord/Ost:

Ines Böttcher Buchhaltung böttcher@german-genetic.de
Susanne Still Herdbuchführung still@german-genetic.de
Christian Schmoll Leiter Regionalbüro Nord/Ost schmoll@german-genetic.de
Jens Buchfink SLP Jürgenstorf juergenstorf@german-genetic.de
Sabine König Fachberatung Sattelschweinzucht koenig@german-genetic.de


Neue Besamungseber in Malchin
21.11.2024

Die Besamungsstation hat 4 neue Besamungseber der Linien H, O, P und V bekommen. Damit verfügt die Besamungsstation jetzt über 5 Eber aus 5 Linien. Detailierte Angaben über Alter, Abstammung, Bonitierung, sowie Bilder der Tiere finden sich in der Rubrik "Zucht" - "Eber" - "Besamungseber".



17. Sattelschwein-Züchtertreffen im Zoo Schwerin
21.11.2024

17. Sattelschwein-Züchtertreffen im Zoo Schwerin

Am Donnerstag, den 14.11.2024 trafen sich interessierte Sattelschweinzüchter zu ihrem jährlichen Erfahrungs- und Informationsaustausch im Zoo Schwerin.

Der Zoo Schwerin hatte uns das Rote-Liste-Zentrum als Tagungsort zur Verfügung gestellt, von dem aus nach der BEgrüßung durch Frau Schilling vom Zoo Schwerin und Sabine König vom Schweinezuchtverband B.W. uns Herr Peter in seiner Funktion als Zoo-Pädagoge auf einen etwa 1 1/2-stündigen Rundgang mitnahm.

Während wir viele exotische und heimische Tierarten bestaunten, "fütterte" uns Herr Peter auf sehr unterhaltsame Art und Weise mit nahezu unerschöpflichem Basis- und Hintergrundwissen zu den jeweiligen Tierarten. Vor allem haben wir einen Einblick in und ein "Bewußtsein" für das Engagement und die Notwendigkeit von Zoos im Allgemeinen - und dem Zoo Schwerin im Besonderen - in Bezug auf den Erhalt der Artenvielfalt bekommen. Der Zoo Schwerin engagiert sich in diesem Zusammenhang zunehmend und vielfältig aktiv in konkreten Artenschutzprojekten und ist weltweit mit diversen Projektpartnern vernetzt.

Wemig überraschend wollte die anschließende Flut an Nachfragen an Herrn Peter beinahe kein Ende nehmen und die Gespräche setzten sich bis in die Mittagspause fort.

Ergänzt und erweitert wurde die Thematik rund um die Erhaltung der Artenvielfalt durch den anschließenden Vortrag von Frau Feldmann, Geschäftführerin der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH).

Frau Feldmann berichtete, dass von weltweit 8.300 bekannten Nutztierrassen bereits 664 als ausgestorben gelten. Über 20 % der verbleibenden Rassen sind vom Aussterben bedroht und werden auf der "Roten Liste" der FAO (Food and Agricultur Organization/Welternährungsorganisation) geführt. Dabei ist eine abschließende Einschätzung nicht möglich, da die Populationen etlicher Spezies aus strukturellen, technischen und/oder praktischen Gründen bislang nicht erfasst werden.

In Deutschland ist die Situation ähnlich: Die GEH, der auf nationaler Ebene in Deutschland die Erstellung der Roten Liste obliegt, definiert aktuell 176 Nutztierrassen als gefährdet. Im Jahr 1981 als gemeinnütziger Verein gegründet, engagieren sich die ca. 2.200 Mitglieder größtenteils ehrenamtlich in Form von Tierzucht, Öffentlichkeits- und Gremienarbeit, Begleitung wissenschaftlicher UNtersuchungen und Durchführung von Arche-Projekten für den Erhalt bedrohter Nutztierrassen.

Dabei sind gefährdete Rassen bedeutsam, da sie oftmals Vorteile für die Landschaftspflege und das ökologische Gleichgewicht einer Region oder Landschaft besitzen und/oder besondere Kennzeichen in Form, Farbe oder Verhaltensweise (genetische Diversität) aufweisen. Gefährdete Nutztierrassen sind daher wichtige Ressource und Kulturgut zugleich und bedürfen des besonderen Schutzes. Die Tatsache, dass die Beobachtung bedrohter Nutztierrassen der WELTERNÄHRUNGSORGANISATION obliegt, mag die Bedeutung für die menschliche Versorgung unterstreichen.

In dem anschließenden Vortrag von Sabine König vom Schweinezuchtverband B.W. ging es um die Grundlagen und die praktische Anwendung der Homöopathie in der Schweinezucht. Nach einem kurzen Abriss über Entstehung und Geschichte der Homöopathie umfassten die folgenden Grundlagen die wesentlichen von Hahnemann definierten Grundprinzipien, wie - allenn voran - die Ähnlichkeitsregel, die besagt, dass jenes Homöopathikum geeignet ist, eine Krankheit zu lindern/zu heilen, welches - beim gesunden Organismus angewandt, eben die beobachteten Symptome auslöst. Dabei definieren WHO (World Health Organization/Weltgesundheitsorganisation) und Homöopathie Gesundheit als "Zusatnd des vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens" und nicht lediglich als "Abwesenheit von Krankheit".

Dementsprechend umfassen sowohl die individuelle Fallaufnahme eines Patienten (Anamnese) als auch die Eigenschaftsbeschreibungen von Homöopathika physische, psychische und lebenssituationsbeschreibende Aspekte. Die Homöopathika selbst sind pflanzlichen, tierischen, mineralischen oder metallischen Ursprungs. Durch (mehr-/vielfache) Verdünnung des Ausgangsstoffes (Urtinktur) nach einer bereits von Hahnemann beschriebenen Arbeitsroutine entstehen potenzierte Homöopathika in Form von Lösungen, Tabletten, Globuli oder Salben und Tinkturen, die dem Prinzip kleinstmöglicher Arzneimittelgaben Rechnung tragen.

Abgerundet wurde der Vortrag durch Hinweise auf die Rechtssituation beim Einsatz von Homöopathika bei Nutztieren und dem Aufzeigen von Grenzen der Homöopathie.

Die in dem Part "praktische Anwendung" zusammengefassten Arzneimittelbilder und Literaturhinweise finden Interessierte hier im letzten Drittel der kompletten Präsentation Grundlagen_der_Homöopathie.

Abgerundet wurde der Tag durch die Neuigkeiten aus dem Zuchtverband, die im Wesentlichen fusionsbedingte, organisatorische Veränderungen enthielten, sowie die Entwicklung der Sattelschweinzucht in Zahlen, vorgetragen von Rainer Sthamer für das Angler Sattelschwein und Sabine König für das Deutsche Sattelschwein. Zusammenfassend stagniert die Sattelschweinzucht insgesamt auf dem Niveau der letzten Jahre. Einzelne genetische Linien, insbesondere auf der Eberseite, müssen aktuell als "extrem gefährdet" angesehen werden. Die ausführliche Darstellung finden Interessierte ebenfalls im Anhang Sattelschweine 2024 in Zahlen.

Insgesamt haben wir einen erkenntnisreichen und "runden" Tag erlebt, wofür wir uns dan dieser Stelle nochmals insbesondere beim Zoo Schwerin bedanken dürfen.



Nachwuchs aus dem Gefrierschrank
18.01.2024

Es hat geklappt! Bei der EAS in Dummerstorf sind zwei Würfe aus Tiefgefriersperma gefallen. Zwei Würfe des Ebers Odolf aus der Deutschen Genreserve. Die männlichen Tiere des ersten Wurfes sind schon in der SLP in Jürgenstorf. Wenn alles Gut geht steht uns bald eine weitere Linie für die künstliche Besamung zur Verfügung.

Nachwuchs aus dem Gefrierschrank



16. Sattelschweinzüchtertreffen im FBN Dummerstorf
25.10.2023

16. Sattelschweinzüchtertreffen im FBN Dummerstorf

Am Freitag, den 20.10.2023 trafen sich etwa 30 interessierte Sattelschweinzüchter im Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf zum alljährlichen Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Nach einer Begrüßung durch den Geschäftsführer des Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost Herrn Christian Schmoll und einem kleinen Imbiss gab Herr Dr. Andreas Vernunft einen kurzen Überblick über die Tätigkeitsfelder des FBN. Mit den insgesamt sechs Institute „Genetik und Biometrie“, „Genombiologie“, „Fortpflanzungsbiologie“, „Verhaltensphysiologie“, „Muskelbiologie und Wachstum“ und „Ernährungsphysiologie“ deckt das FBN ein breit gefächertes Forschungsfeld ab. Von besonderem Interesse war an diesem Tag für die Teilnehmer das Engagement des FBN in der Zucht und Haltung von Sattelschweinen. Etwa ein Fünftel der in Dummerstorf gehaltenen Zuchtsauen sind Sattelschweine. Aufgrund des hohen Hygienestatus und des geschlossenen Haltungssystems, ist diese Population die einzige, aus der männliche Nachkommen für die Besamungsstation in Malchin rekrutiert werden können und damit enorm bedeutsam für die gesamte Sattelschweinzucht. Aus der Besamungsstation Malchin erfolgt die Bereitstellung genetischen Materials für die Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere in Mariensee, die es sich als Einrichtung von Bund und Ländern zur Aufgabe gemacht hat, genetische Reserven in Form von Tiefgefrier- oder Kryokonserven zur Erhaltung der genetischen Vielfalt anzulegen. Wie Dr. Vernunft ausführte, wird diese Reservehaltung erfreulicherweise nicht mehr als „Einbahnstraße“ im Sinne einer reinen Einlagerung organisiert. Vielmehr findet Material aus der Reserve aktuell auch wieder Eingang in die praktische Tierzucht und liefert so einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der vorhandenen Eber- und Sauenlinien.

Nach diesem Überblick machten sich die Teilnehmer auf, Tiere und Stallanlagen zu besichtigen. Dabei bietet die Dummerstorfer Einrichtung als weitere Besonderheiten zum einen die Möglichkeit, über einen unter dem Dach gelegenen Besuchergang ohne seuchenhygienisches Risiko Einblick in alle Stallabteile zu nehmen und zum anderen mit dem im Innenhof gelegenen, nach Richtlinien des ökologischen Landbaus konzipierten Stall ökologisch und konventionell gehaltene Tiere direkt miteinander zu vergleichen. Über die baulichen Besonderheiten, aber auch über die teilweise auftretenden Schwierigkeiten bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben stand Frau Marianne Zenk vom FBN Rede und Antwort.

Seinen Abschluss fand der Vormittag in einem anschließenden Mittagessen, dass aus kulinarischen Beiträgen von beteiligten Sattelschweinzüchtern bestritten wurde. Allen, die zu dem breitgefächerten und hervorragenden Angebot an Köstlichkeiten vom Sattelschwein beigetragen haben, an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke schön!

Der Nachmittag startete mit dem Erfahrungsaustausch der anwesenden Züchter. Während diejenigen, die neben Zucht und Aufzucht von Sattelschweinen auch deren Verarbeitung und Vermarktung betreiben, die Absatzchancen von Fleisch- und Wurstwaren als durchaus ausbaufähig einschätzen, wurden die rückläufigen Möglichkeiten, in räumlicher Nähe Tier schlachten und verarbeiten zu lassen, von der Mehrheit der Teilnehmer bestätigt. Ursache ist der auch im traditionellen Fleischerhandwerk nicht vorhandene Nachwuchs und die (altersbedingte) Aufgabe bestehender Betriebe. Die Klage über nicht vorhandene Arbeitskräfte zog sich auch durch etliche Berichte der Züchter, was die Arbeitserledigung auf den Höfen betrifft. Ebenfalls breite Bestätigung erfuhren Berichte über den insgesamt schleppenden Tierabsatz im zurückliegenden Jahr.

Den Reigen der Fachbeiträge eröffnete Frau Marianne Zenk vom FBN Dummerstorf mit ihrem Vortrag zum Thema „Endo- und Ektoparasiten in der Schweinehaltung“, in dem sie auf die Entwicklungszyklen der Schädlinge, die umfangreich bebilderten, sichtbaren Schäden am Tier und seinen Organen und die durch den jeweiligen Parasiten verursachten ökonomischen Einbußen einging, um abschließend jeweils geeignete Bekämpfungsstrategien und vorbeugende Maßnahmen zu beschreiben.

Im zweiten Vortrag des Nachmittags widmete sich Frau Sabine König vom HSZV dem Thema „Grundsätze der Schweinefütterung“. Hier erfuhren die Teilnehmer etwas über die grundlegende physiologische Entwicklung von Schweinen und den daraus resultierenden, nach Entwicklungs- und Leistungsstadium differenten Ansprüchen der Tiere an Futter und Fütterung. Der zweite Teil des Vortrages beantwortete die Frage, welche Futtermittel in welchen Konstellationen und unter Einhaltung welcher Einschränkungen geeignet sind, die tierischen Ansprüche zu befriedigen.

An die folgende Kaffeepause schlossen sich die Berichte aus den Regionen und Organisationen. Den Anfang machte Herr Rainer Stamer mit seinem Bericht über die zurückliegenden Entwicklungen der in Schleswig-Holstein beheimateten Angler Sattelschwein Population. Zusammenfassend waren die Tierzahlen im zurückliegenden Jahr rückläufig, eine erneute Aufstockung hält er zukünftig für unwahrscheinlich.

Es folgte Frau Dr. Ingrid Wicke mit ihrem Bericht zu den bundesweiten Tierbeständen des Deutschen Sattelschweines und der Rotbunten Husumer. Leider waren sowohl Bestandszahlen als auch Tierhandel im zurückliegenden Jahr deutlich rückläufig und bestätigen so, was während des mittäglichen Erfahrungsaustausches der Züchter bereits anklang. Gleichwohl ist es in den zurückliegenden 17 Jahren gelungen, alle vorhandenen Eber- und Sauenlinien im Feld zu erhalten. Allerdings sind auch aktuell einige Linien nur noch mit sehr geringen Tierzahlen vorhanden, was eine mögliche zukünftige Bedeutung der bereits angesprochenen Genreserve unterstreicht.

Zum Abschluss berichtete Herr Christian Schmoll in seiner Funktion als Geschäftsführer des HSZV über den aktuellen Stand der geplanten Fusion mit dem baden-württembergischen Schweinezuchtverband um abschließend allen Beteiligten einen guten Heimweg zu wünschen.

Allen an der Organisation und Durchführung der Veranstaltung, aber auch allen Teilnehmer an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankschön und auf ein hoffentlich gesundes und munteres Wiedersehen im kommenden Jahr.



Bestes Muttertier Schwein
27.09.2023

 Bestes Muttertier Schwein

Auf der diesjährigen MeLa, der Mecklenburger Landwirtschaftsausstellung, wurde die 2016 geborene Sattelschweinsau Pussy unseres langjährigen Züchters Maik Barabas als "bestes Muttertier Schwein" ausgezeichnet.
Die Sau repräsentiert die Rasse Deutsches Sattelschwein sowohl im äußeren Erscheinungsbild als auch durch ihre Robustheit und Langlebigkeit in hervorragender Weise. Mit bisher 164 geborenen Ferkeln und 92,4% abgesetzten Ferkeln in 12 Würfen ist sie ein Beispiel für die mögliche hohe Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit dieser alten erhaltenswerten Rasse.
In Bestand des Biobetriebs Barabas befinden sich derzeit 16 Herdbuchsauen aus 3 Linien und je ein Eber der V- und F-Linie. Damit ist dies der größte Sattelschweinbestand in Mecklenburg Vorpommern.
Für sein langjähriges Engagement, Maik Barabas ist bereits über 15 Jahre Mitglied im Hybridschweinezuchtverband, danken wir ihm recht herzlich. Etliche Herdbuchtiere aus seinem Bestand haben den Weg zu Züchtern in ganz Deutschland, von der Küste bis zur südlichen Landesgrenze, gefunden.

 



Achtung - NEU
30.08.2023

Ab dem 1.8.2023 müssen alle Abgänge lebender Tiere auch vom abgebenden Betrieb an das HIT gemeldet werden (also auch Ferkel, die bislang nur vom aufnehmenden Betrieb angezeigt wurden). Dazu muss dem abgebenden Betrieb die VVVO.Nr. des aufnehmenden Betriebes bekannt sein. Beim Neueinstieg in die Schweinehaltung ist vorab beim zuständigen Kreisveterinäramt eine VVVO-Nr. zu beantragen.
Ebenfalls von dieser Regelung betroffen sind Schlachttiere, die lebendig z.B. an einen Schlachter geliefert werden (Schlachter haben ebenfalls eine VVVO-Nr. und sind ebenfalls meldepflichtig).

Nicht meldepflichtig sind - nach wie vor - verendete und notgetötete Tiere.

Erläuterungen zur geltenden Vorgabe und der notwendigen Eingabe findet sich unter

https://www.hi-tier.de/info04.html#Zustaendig

 



Facebook-Beitrag
24.05.2023
Sattelschwein Facebook-Beitrag vom 24.05.2023Ich möchte mich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit und das offene und ehrliche Miteinander bedanken. Mein Dank richtet sich an alle Schweinezüchter, die sich der Erhaltungszucht #Sattelschwein verschrieben haben. Ich ziehe meinen Hut vor der täglichen Arbeit und Ihr Engagement in der Zucht. Dank Ihnen können wir nach wie vor mehrere Linien auf der Sauen- sowie auch Eberseite deutschlandweit vorhalten und regelmäßig die Kryokonserve beschicken. Ich wünsche Ihnen und Ihren geliebten Sattelschweinen alles Gute 🐽!



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